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Die Geschichte des Rauhwolligen Pommerschen Landschafes geht weit zurück. Der Ursprung der Rasse ist nicht genau geklärt. Von verschiedenen Autoren werden sie wegen der Mischwolle und des langen, bewollten Schwanzes auf das inzwischen ausgestorbene Zaupelschaf zurückgeführt, andere sprechen dem Gotlandschaf einen wesentlichen Einfluß auf die Rasse zu. Die Verbreitung umfaßte im 19. Jahrhundert Pommern, Ostpreußen, Mecklenburg und mit abnehmender Tendenz die angrenzenden Gebiete. | ||
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| Neben der Genügsamkeit und der Widerstandsfähigkeit machte vor allem die Wolle die Rasse bekannt und beliebt. Sie ließ sich mit häuslichen Mitteln gut verarbeiten und gefiel wegen der ungewöhnlichen Farbe und Haltbarkeit. Trotz vieler Kreuzungsversuche mit Fleischschafen konnte das Rauhwollige Pommersche Landschaf als Fleischerzeuger keinen Einfluß gewinnen. Durch die Einkreuzungen wie durch die Konkurrenz anderer Schafrassen ging der Bestand an reinrassigen Rauhwolligen Pommerschen Landschafen mehr und mehr zurück. 1936 wurden insgesamt noch knapp über 70.000 Tiere bei einer Bestandszählung ermittelt, davon 66.000 Exemplare in Pommern, etwa 3.600 in Ostpreußen und der Rest verteilt auf die übrigen Gebiete. 1945 wurden noch 7.800 Schafe dieser Rasse gezählt. Bis Anfang der sechziger Jahre blieb die Zahl in Mecklenburg-Vorpommern und auf Rügen stabil, wohl auch durch Ablieferungspflicht für Wolle, deretwegen viele Bauern diese Schafe wegen ihrer Genügsamkeit und Robustheit hielten. Mit den steigenden Anforderungen an die Qualität der Wolle verdrängten jedoch mehr und mehr andere Schafe die Pommern. 1966 wurde zuletzt von der letzten verbliebenen größeren Herde berichtet, der Stammherde auf Gut Boldevitz. Bis auf wenige Schafhalter auf Rügen, die an den Rauhwolligen Pommern festhielten, verschwand die Rasse mehr und mehr. 1982 lief ein Programm an, daß auf internationales Betreiben die Existenz der Rasse sichern sollte. Unter Leitung der Universität Rostock wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt und Beurteilungskriterien der Tiere festgelegt. Von 11 Züchtern wurden 46 weibliche Tiere, 7 Böcke und 8 Jährlinge ins Vorbuch aufgenommen und ein Zuchtprogramm erstellt. Die Anerkennung beflügelte die Züchter, die sich in einem Verein zusammenschlossen, dessen Mitgliederzahl sich bis 1990 schon auf 38 erhöhte. Die Schafpopulation betrug auf Rügen zu dieser Zeit 164 Tiere und 217 auf Ummanz. 1984 begannen gleichzeitig einige Schafhalter in der Bundesrepublik mit Böcken, die sie in Rügen erworben hatten, eine Verdrängungszüchtung mit aussehensverwandten Mutterschafen (Schwarzköpfen und Rhönschafen). So ist es bis heute vorzugsweise in kleinen und mittleren Betrieben gelungen, die Zahl der herdbuchgeführten Rauhwolligen Pommerschen Landschafe in der Bundesrepublik auf 2000 bis 2200 zu steigern. Von diesen sind die meisten auf Rügen und in Mecklenburg Vorpommern beheimatet. Der vorzügliche Einsatz des genügsamen, robusten und wetterharten Schafes liegt heute in der Landschaftspflege, da die Wolle bei dem weltweiten Überangebot nur noch einige Liebhaber der Handarbeit zum Stricken, Weben und Walken interessiert. In den letzten Jahren ist erfolgreich versucht worden, in kleinen Mengen aus der Wolle Stoffe nach Art der Homespone herzustellen und in eine tragfähige Qualität zu bringen. 1993 Gründung der Interessengemeinschaft Rauhwollige Pommersche Landschafe e.V. |
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